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Berlin (ots) – Deutsche haben mehrheitlich falsche Vorstellung über zukünftige Rentenentwicklung // INSM startet Kampagne „Geht’s noch GroKo?“ gegen Rentenpläne der Regierung

Drei von vier Deutschen haben eine falsche Vorstellung von der Entwicklung der Renten. Das ist das Ergebniss einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Demnach glaubt die überwiegende Mehrheit der Deutschen nicht, dass die Kaufkraft der Renten auch in Zukunft steigen wird, sondern erwartet ein Absinken der Renten. Das ist aber das Gegenteil von dem, was Bundesregierung und Experten vorhersagen.

Bundessozialminister Hubertus Heil hat sein Gesetzespaket für eine Rentenreform vorgelegt, das nach Überzeugung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Politik der Großen Koalition auf Kosten der jungen und der zukünftigen Generation fortsetzt. Statt die Bevölkerung aufzuklären, spielt die Politik mit den Ängsten der Bürger. Die glauben nämlich mehrheitlich, dass die Renten in Zukunft sinken werden. Das aber wird nach der aktuellen Gesetzeslage nicht passieren. Im Gegenteil. Die INSM fordert deshalb von der Politik Aufklärung statt die Fortsetzung generationenungerechter rentenpolitischer Maßnahmen und startet mit der heutigen Vorstellung von Heils Rentenplänen ihre Kampagne „Geht’s noch GroKo?“.

Denn: Drei von vier Deutschen haben laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey eine falsche Vorstellung von der Entwicklung der Renten. Demnach glaubt die Mehrheit der Deutschen nicht, dass die Kaufkraft der Renten auch in Zukunft steigen wird, sondern erwartet ein Absinken der Renten. Das ist jedoch das Gegenteil von dem, was die Bundesregierung prognostiziert: In dem 2017 von der damaligen Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegten Rentenversicherungsbericht geht die Bundesregierung von einem Anstieg der Bruttostandardrente um über 30 Prozent bis zum Jahr 2031 aus

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Prof. Dr. Axel Börsch-Supan (Mitglied der Rentenkommission) erwartet, dass nicht nur der Zahlbetrag, sondern auch die Kaufkraft der Renten in Zukunft weiter wachsen wird. Er geht von einem Kaufkraftanstieg um ca. 1 Prozent pro Jahr aus. Eine Rentnerin, bzw. ein Rentner des Jahres 2035 könnte sich somit etwa 17 Prozent mehr leisten, als eine vergleichbare Person heute. Der weitaus größte Teil der Bevölkerung weiß das entweder nicht oder glaubt den wissenschaftlichen Prognosen nicht. Lediglich zwei von einhundert Deutschen schätzt korrekt, dass die Kaufkraft der Renten bis 2035 um über zehn Prozent steigen wird, während 73 Prozent glauben, dass die Kaufkraft sinken wird. Rund 40 Prozent befürchten sogar einen Kaufkraftverlust von mehr als zehn Prozent.

Dieser – nach wissenschaftlichem Stand der Forschung – falschen Vorstellung bei einem Großteil der Bevölkerung soll die Bundesregierung mit einer Aufklärungskampagne begegnen. Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM: „Wenn sich herumspricht, dass sich die Rentner der nächsten Generation deutlich mehr leisten können, als heutige Rentner, könnte viel verlorenes Vertrauen in unser Rentensystem zurück gewonnen werden.“

Die INSM fordert die Bundesregierung deshalb mit ihrer heute gestarteten Kampagne „Geht’s noch GroKo?“ auf, bei der gesetzlichen Rente wieder auf eine gerechte Verteilung der Lasten auf Alt und Jung zu achten. Unter anderem demonstrierte die INSM bereits heute Vormittag vor dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit Kinderfahrrädern, auf deren Gepäckträgern überdimensionierte (Renten-)Pakte platziert waren.

Alle Informationen zum Start der Kampagne „Geht’s noch GroKo?“ finden Sie unter www.insm.de

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

Pressekontakt:

Ansprechpartner INSM: Stephan Einenckel, Tel. 030 27877-179;
einenckel@insm.de

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